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| Abstrich, Probeentnahme von Absonderungen der Schleimhaut zur bakteriologischen und zytologischen Untersuchung. In der Gynäkologie vor allem zur Diagnose des Zervixkrebs (Gebärmutterhalskrebs). Dabei werden Zellen von Muttermund und Gebärmutterhals abgestrichen und mikroskopisch untersucht (so genannter Pap Test, benannt nach dem Arzt Papanicolaou). | |||||||||||||||||||||||
| Androgene, männliche Sexualhormone. Androgene werden vor allem in den Hoden gebildet. Testosteron ist das wichtigste körpereigene Androgen. Androgene regulieren die männlichen Fortpflanzungsfunktionen, die Ausbildung der männlichen Geschlechtsmerkmale und haben allgemeine Auswirkungen auf den Stoffwechsel. Auch die Frau produziert geringe Mengen von Androgenen. | |||||||||||||||||||||||
| Anämie, Blutarmut. Krankheitsbild, das mit einer Verminderung des Blutfarbstoffes und/oder der roten Blutkörperchen (Erythrozyten) einhergeht. | |||||||||||||||||||||||
| Antiandrogene, Antihormone. Synthetische Hemmstoffe der Androgene. Bei einigen Antiandrogenen handelt es sich um Gestagene, die zusätzlich eine antiandrogene Teilwirkung besitzen. Antiandrogene werden z. B. zur Behandlung von Akne oder Hirsutismus eingesetzt. | |||||||||||||||||||||||
| Applikation, Verabreichung/Anwendung von Medikamenten (z. B. oral, parenteral). | |||||||||||||||||||||||
| Arteriosklerose, Erkrankung der Arterien (Arterienverkalkung). Durch herdförmige, faser- und fettreiche Verdickungen (Sklerosen) der Gefäßinnenhaut entstehen Gefäßverengungen und -verhärtungen, die zu Durchblutungsstörungen mit schweren Konsequenzen (z. B. Herzinfarkt oder Gehirnschlag) führen können. | |||||||||||||||||||||||
| Atrophie, Rückbildungserscheinung an Geweben/Organen, die durch Mangelernährung, Minderdurchblutung oder mangelnden Gebrauch verursacht werden. | |||||||||||||||||||||||
| Blasenschwäche, Inkontinenz, Unvermögen, Harn willkürlich zurückzuhalten. Allgemein unterscheidet man die Dranginkontinenz (ständiger Harndrang), von der Harninkontinenz (Harnträufeln). | |||||||||||||||||||||||
| Corpus luteum, siehe Gelbkörper. | |||||||||||||||||||||||
| Cholesterin, Cholesterin ist ein wichtiger Grundbaustein für den Körper. Es ist Bestandteil der Zellmembrane, Ausgangsstoff für die Bildung von Hormonen und Vitaminen sowie für die Bildung von Gallensäure. Cholesterin ist im Blut nicht löslich und wird zum Transport an eine wasserlösliche Hülle gebunden die sogenannten Lipoproteine. Es gibt verschiedene Lipoproteine, die unterschiedliche Aufgaben haben. Das LDL-Cholesterin (Low Density Lipoprotein) hat die Aufgabe, den Organismus mit Cholesterin zu versorgen. Es transportiert das Cholesterin zu den Blutgefäßen, wo es z. B. für den Aufbau der Zellwände benötigt wird. Das HDL (High Density Lipoprotein) transportiert das Cholesterin von den Gefäßen zur Leber, wo es abgebaut wird. HDL gilt daher als Schutzfaktor vor Arterienverkalkung. Östrogene erhöhen das gute HDL-Cholesterin und senken LDL-Cholesterin. | |||||||||||||||||||||||
| Diaphragma, Scheidenpessar, Methode der Empfängnisverhütung, bei der eine flach gewölbte Gummi- oder Kunststoffmembran in das obere Scheidengewölbe eingeführt wird. Der Muttermund wird somit abgedeckt und für Spermien unzugänglich gemacht. | |||||||||||||||||||||||
| Dreimonats-Spritze, Methode zur hormonalen Empfängnisverhütung, bei der ein Gestagendepot in den Muskel gespritzt wird. | |||||||||||||||||||||||
| Dysmenorrhö, starke Unterleibsschmerzen während der Regelblutung. | |||||||||||||||||||||||
| Eierstöcke, Ovarien, weibliche Keimdrüsen. Die wichtigsten Aufgaben der Eierstöcke bestehen in der Bereitstellung von befruchtungsfähigen Eizellen und in der Bildung der weiblichen Sexualhormone (Östrogene und Progesteron). | |||||||||||||||||||||||
| Eileiter, Tube, weibliches Genitalorgan. Der Eileiter nimmt die reife Eizelle nach dem Eisprung aus dem Eierstock auf und transportiert sie weiter zur Gebärmutter. Im Eileiter findet die Befruchtung statt. | |||||||||||||||||||||||
| Eisprung, Ovulation. Das etwa am 14. Zyklustag erfolgende Platzen des Follikels (Eibläschens) im Eierstock, bei dem eine befruchtungsfähige Eizelle freigesetzt und vom Eileiter aufgenommen wird. | |||||||||||||||||||||||
| Empfängnisverhütung, Kontrazeption, Maßnahmen, die die Befruchtung der Eizelle oder die Einnistung der befruchteten Eizelle in die Gebärmutterschleimhaut verhindern sollen. | |||||||||||||||||||||||
| Endometriose, gynäkologische Erkrankungen, bei der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) außerhalb der Gebärmutterhöhle wächst (z.B. im Eileiter, Eierstock oder der Bauchhöhle). Die Krankheit führt nicht nur zu starken Unterleibsbeschwerden, sondern kann auch Unfruchtbarkeit bedingen. | |||||||||||||||||||||||
| Fertilität, Fruchtbarkeit, die Fähigkeit zur Fortpflanzung. Bei der Frau besteht sie von der Menarche (erste Regel) bis zur Menopause (letzte Regel). Beim Mann vom ersten spontanen Samenerguss bis ins hohe Alter (mit großen individuellen Unterschieden) | |||||||||||||||||||||||
| Follikel, Eibläschen im Eierstock, die aus der eigentlichen Eizelle und einem umhüllenden Zellverband bestehen. Wenn Follikel reifen, bilden sie Östrogene (Follikelhormone). | |||||||||||||||||||||||
| Fraktur, Knochenbruch. | |||||||||||||||||||||||
| Gebärmutter (Uterus), weibliches Genitalorgan. Die Gebärmutter ist ein birnenförmiges, muskulöses Hohlorgan. Das untere Drittel der Gebärmutter wird als Gebärmutterhals bezeichnet. Die Gebärmutter ist innen von einer Schleimhaut (Endometrium) ausgekleidet. Die Schleimhaut wächst in der ersten Hälfte des Menstruationszyklus östrogenbedingt heran. Nach dem Eisprung macht Progesteron die Schleimhaut für eine befruchtete Eizelle aufnahmebereit. Die Gebärmutter ist dann der Ort der Entwicklung des Kindes. Wird die Eizelle nicht befruchtet, wird die Schleimhaut mit der Regelblutung abgestoßen. | |||||||||||||||||||||||
| Gebärmutterhals (Zervix), der nach unten verjüngte Teil der Gebärmutter. Er wird zur Scheide hin durch den äußeren Muttermund und zum Gebärmutterkörper hin durch den inneren Muttermund begrenzt. Ein zäher Schleimpfropf dichtet den Gebärmutterhals ab, der sich nur um den Zeitpunkt der Ovulation herum verflüssigt und für Spermien durchlässig wird. | |||||||||||||||||||||||
| Gebärmutterschleimhaut, Endometrium, Schleimhautauskleidung der Gebärmutterhöhle. In einem monatlichen Zyklus (Menstruationszyklus) wächst das Endometrium und bereitet sich so auf die Einnistung einer befruchteten Eizelle vor. Findet keine Empfängnis statt, wird die Funktionsschicht des Endometriums mit der Monatsblutung abgestoßen. | |||||||||||||||||||||||
| Gelbkörper (Corpus luteum), Zellformation, die sich im Eierstock nach dem Eisprung aus den Zellresten des Follikels bildet. Der Gelbkörper produziert das weibliche Sexualhormon Progesteron. | |||||||||||||||||||||||
| Genitaltrakt, Bezeichnung für die Gesamtheit der inneren und äußeren Geschlechtsorgane von Frau und Mann. | |||||||||||||||||||||||
| Geschlechtsreife, Lebensspanne, in der eine Frau Kinder gebären kann. | |||||||||||||||||||||||
| Gestagene, weibliche Sexualhormone. Oberbegriff für alle körpereigenen und synthetischen weiblichen Sexualhormone, die eine ähnliche Wirkung wie das Progesteron haben. | |||||||||||||||||||||||
| Hirsutismus, Entwicklung eines männlichen Behaarungstyps bei Frauen. Ursache ist vor allem eine vermehrte Produktion männlicher Sexualhormone (Androgene). | |||||||||||||||||||||||
| Hitzewallung, unangenehmes, vorübergehendes Gefühl von Hitze in der Haut, vor allem in den oberen Körperpartien. Das Gesicht rötet sich und es kann zu Schweißausbrüchen kommen. Dauer und Häufigkeit der Hitzewallungen können erheblich schwanken: von wenigen Sekunden bis zu 30 Minuten, mehrmals pro Stunde oder nur einige Male im Monat. Die Hitzewallungen sind oft von Herzrasen begleitet. Da sie häufig nachts auftreten, klagen die betroffenen Frauen über Schlafstörungen. Hitzewallungen werden durch den Östrogenmangel in den Wechseljahren verursacht. | |||||||||||||||||||||||
| Hormone, körpereigene Substanzen, die als Botenstoffe Informationen zwischen den Zellen (oder zwischen den Bestandteilen einer Zelle) übermitteln und die in ihren Zielzellen Stoffwechselfunktionen regulieren. Viele Hormone können auch synthetisch hergestellt und als Arzneimittel genutzt werden, wie z. B. die Sexualhormone. | |||||||||||||||||||||||
| hormonale Empfängnisverhütung, hormonale Kontrazeption, die sicherste reversible (rückgängig zu machende) Methode der Schwangerschaftsverhütung. Hormonale Kontrazeptiva sind als Pille (orale Kontrazeptiva), als Ein- oder Drei-Monatsspritze, Implantat oder Intrauterines System (IUS) verfügbar. | |||||||||||||||||||||||
| hormonale Kontrazeption, hormonale Empfängnisverhütung. | |||||||||||||||||||||||
| Hormontherapie (englisch Hormone Therapy / HT), Hormonsubstitution, die Anwendung von Hormonpräparaten bei Hormonmangelzuständen. Bei der Frau: Die Verabreichung von Östrogenen (meist in Kombination mit Gestagenen) zur Behandlung von Wechseljahrsbeschwerden. | |||||||||||||||||||||||
| HPV, siehe Papilloma Virus. | |||||||||||||||||||||||
| Hysterektomie, Entfernung der Gebärmutter. | |||||||||||||||||||||||
| Implantat, im Zusammenhang mit der hormonalen Empfängnisverhütung oder Hormontherapie versteht man darunter Kunststoffstäbchen, die operativ unter die Haut gepflanzt werden. Aus dem Depot werden kontinuierlich geringe Hormonmengen in den Blutkreislauf abgegeben. | |||||||||||||||||||||||
| Indikation, Heilanzeige, Grund für die Verordnung eines Arzneimittels oder die Anwendung eines therapeutischen oder diagnostischen Verfahrens. | |||||||||||||||||||||||
| Infertilität, Unfruchtbarkeit. | |||||||||||||||||||||||
| Injektion, Einspritzung. Die Injektion ist auch geeignet zur Verabreichung der Hormone bei der hormonalen Kontrazeption oder der Hormontherapie. Dabei wird ein Hormondepot in den Oberarm- oder Gesäßmuskel gespritzt, aus dem kontinuierlich geringe Hormonmengen in den Blutkreislauf abgegeben werden. | |||||||||||||||||||||||
| Inkontinenz, siehe Blasenschwäche. | |||||||||||||||||||||||
| Intrauterinpessar (IUP, früher Spirale), Methode der Empfängnisverhütung, bei der ein meist T-förmiger Kunststoffkörper in die Gebärmutterhöhle eingelegt wird. | |||||||||||||||||||||||
| Intrauterin-System (IUS), Methode der hormonalen Empfängnisverhütung, bei der ein T-förmiges Intrauterinpessar in die Gebärmutterhöhle eingelegt wird und dort kontinuierlich geringe Hormonmengen freisetzt. Das IUS wird auch zur Behandlung von zu starken und schmerzhaften Regelblutungen eingesetzt. | |||||||||||||||||||||||
| kardiovaskulär, das Herz und das Gefäßsystem betreffend. | |||||||||||||||||||||||
| Karzinom, Krebs, bösartiger Tumor. | |||||||||||||||||||||||
| Korpuskarzinom, Gebärmutterkrebs, Endometriumskrebs. Bösartiger Tumor am Gebärmutterkörper. | |||||||||||||||||||||||
| klimakterische Beschwerden, Wechseljahrsbeschwerden, typische körperliche Symptome (z. B. Hitzewallungen, Schweißausbrüche, Herzrasen, Schlafstörungen), die im Klimakterium auftreten und durch hormonell bedingte Fehlsteuerungen im vegetativen Nervensystem verursacht werden. Daneben leiden viele Frauen in dieser Zeit unter seelischen Problemen. | |||||||||||||||||||||||
| Klimakterium (Wechseljahre), Lebensabschnitt der Frau, der von der Phase der Fruchtbarkeit in das Senium (die Zeit nach dem 65. Lebensjahr) überleitet. Die Wechseljahre beginnen in der Regel zwischen dem 45. und 50. Lebensjahr. Die Eierstöcke stellen langsam ihre Funktion ein. Die Zahl der Follikel in den Eierstöcken nimmt ab. Die Menge der ausgeschütteten weiblichen Sexualhormone verringert sich. Die Phase der Fruchtbarkeit endet mit der Menopause, der letzten Regelblutung im Leben der Frau, die meist um das 52. Lebensjahr herum auftritt. Medizinisch gesehen wird das Klimakterium in die Prämenopause, Perimenopause und Postmenopause eingeteilt. Bei der Kombinationstherapie, einer Form der Hormonbehandlung, werden Östrogene und Gestagene verabreicht. Dabei dient das Östrogen zur Behandlung der Wechseljahrsbeschwerden. Das Gestagen sorgt dafür, dass die Gebärmutterschleimhaut unter dem Östrogeneinfluss nicht zu stark wächst. Es gibt verschiedene Methoden, Östrogene und Gestagene miteinander zu kombinieren. Bei sequentiell kombinierten Präparaten gibt es eine Einnahmepause, bei der es zu einer menstruationsähnlichen Blutung kommt. Bei kontinuierlich kombinierten Präparaten werden die Hormone ohne Einnahmepause verabreicht. Auf diese Weise hat die Frau zumeist keine Blutungen mehr. | |||||||||||||||||||||||
| Kontraindikationen, Gründe, die gegen die Anwendung einer Arznei oder einer medizinischen Maßnahme sprechen (Gegenanzeige). Die Kontraindikationen beschreiben, in welchen Fällen (z. B. Vorerkrankungen) ein Arzneimittel oder eine medizinische Maßnahme nicht angewendet werden darf bzw. welche Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden müssen. | |||||||||||||||||||||||
| Kontrazeption, Schwangerschaftsverhütung, siehe Empfängnisverhütung. | |||||||||||||||||||||||
| Laparoskopie, Bauchspiegelung. | |||||||||||||||||||||||
| Libido, Geschlechtstrieb, Lust, Antrieb zur sexuellen Aktivität. | |||||||||||||||||||||||
| Menopause, letzte Regelblutung im Leben einer Frau. | |||||||||||||||||||||||
| Menstruation, siehe Regelblutung. | |||||||||||||||||||||||
| Menstruationszyklus, Die Zeit zwischen dem ersten Tag der Regelblutung und dem letzten Tag vor der nächsten Menstruation (durchschnittlich 28 Tage). Der Menstruationszyklus wird durch die weiblichen Sexualhormone gesteuert. | |||||||||||||||||||||||
| Minipille, hormonales Präparat zur Empfängnisverhütung, das nur ein Gestagen enthält. | |||||||||||||||||||||||
| Myom, gutartige Muskelgeschwulst der Gebärmutter. | |||||||||||||||||||||||
| natürliche Empfängnisverhütung, die Verhinderung einer Schwangerschaft durch die Bestimmung der fruchtbaren und unfruchtbaren Tage im Menstruationszyklus. An den fruchtbaren Tagen darf kein Geschlechtsverkehr erfolgen. Die Bestimmung der fruchtbaren Tage kann durch regelmäßige Messung der Basaltemperatur, durch Selbstbeobachtung des Schleims aus dem Gebärmutterhals (Billings-Methode), durch das Führen eines Menstruationskalenders (Knaus-Ogino-Methode) oder durch die Symptothermale Methode (Kombination von Temperaturmessung und Billings-Methode) erfolgen. Natürliche Methoden der Empfängnisverhütung sind für Frauen im Klimakterium nicht geeignet. | |||||||||||||||||||||||
| Neurotransmitter, an den Nervenendungen gebildete und gespeicherte chemische Substanzen (z. B. Adrenalin, Noradrenalin, Serotonin, Dopamin), die durch elektrische Erregungsimpule freigesetzt werden und die Erregung auf die nächste Nervenzelle übertragen. | |||||||||||||||||||||||
| oral, den Mund betreffend, durch den Mund einzunehmen. Die orale Verabreichung eines Arzneimittels bedeutet das Schlucken einer Tablette oder das Trinken einer Arzneimittellösung. | |||||||||||||||||||||||
| Osteoblasten, knochenbildende Zellen, siehe Osteoklasten. | |||||||||||||||||||||||
| Osteoklasten, knochenabbauende Zellen. Damit der Knochen den mechanischen Belastungen gewachsen ist, wird durch Osteoklasten alte Knochenmasse abgebaut und durch Osteoblasten neue Zellstrukturen aufgebaut. Störungen dieses ständig stattfindenden Skelettumbaus können zu Erkrankungen des Knochens führen, wie z. B. zur Osteoporose. | |||||||||||||||||||||||
| Osteoporose, Knochenschwund. Schwund der Gerüstsubstanz der Knochen, die immer poröser werden. Die Osteoporose ist eine häufige Erkrankung im höheren Lebensalter, wobei der Hormonmangel (bei der Frau Östrogene, beim Mann Testosteron) eine wesentliche Rolle spielt. | |||||||||||||||||||||||
| Östradiol, stärkstes körpereigenes Östrogen. Östradiol wird vor allem in den heranreifenden Follikeln des Eierstocks gebildet. | |||||||||||||||||||||||
| Östrogene, Follikelhormone. Weibliche Sexualhormone. Die wichtigsten körpereigenen Östrogene sind Östradiol, Östron und Östriol. In der geschlechtsreifen Phase werden Östrogene vor allem in den heranreifenden Follikeln des Eierstocks gebildet. Sie bewirken die Ausprägung der weiblichen Geschlechtsmerkmale, steuern gemeinsam mit Progesteron die weiblichen Fortpflanzungsfunktionen. Nach der Menopause werden noch geringe Östrogenmengen gebildet, vor allem das schwächere Östron. Es wird primär in der Nebennierenrinde und im Fettgewebe produziert. Der Östrogenmangel kann zu klimakterischen Beschwerden führen. | |||||||||||||||||||||||
| Östrogenmonotherapie, Form der Hormonbehandlung (z. B. bei Wechseljahrsbeschwerden oder Osteoporose), bei der nur Östrogene verabreicht werden, ohne die gleichzeitige Gabe von Gestagenen. Die Östrogenmonotherapie ist nur für Frauen geeignet, deren Gebärmutter operativ entfernt werden musste. | |||||||||||||||||||||||
| Ovarien, siehe Eierstöcke. | |||||||||||||||||||||||
| Ovulation, siehe Eisprung. | |||||||||||||||||||||||
| Pap Test , siehe Abstrich. | |||||||||||||||||||||||
| Papilloma Virus, (engl. Humanes Papilloma Virus, HPV), Warzenvirus. Papilloma Viren verursachen gutartige Tumore der Haut und Schleimhaut. Einige HPV-Typen werden vor allem beim Geschlechtsverkehr übertragen und werden für die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs verantwortlich gemacht. | |||||||||||||||||||||||
| parenteral, Verabreichung eines Arzneimittels unter Umgehung des Magen-Darm-Traktes (z. B. Injektionen, Pflaster, Cremes). | |||||||||||||||||||||||
| Perimenopause, Phase der Wechseljahre, die mit dem Einsetzen der typischen klimakterischen Beschwerden beginnt und ein Jahr nach der Menopause endet. | |||||||||||||||||||||||
| Periode, Menstruation, siehe Regelblutung. | |||||||||||||||||||||||
| Pessar, siehe Diaphragma. | |||||||||||||||||||||||
| Phyto-Östrogene, in Pflanzen oder Früchten vorkommende chemische Substanzen mit östrogenähnlicher Wirkung (phyto=pflanzlich). Phyto-Östrogene sind z. B. in Hülsenfrüchten, Sojabohnen und ihren Produkten, Vollkornprodukten sowie einigen Obst- und Gemüsesorten enthalten. | |||||||||||||||||||||||
| Pille, alltagssprachlich für ein orales hormonales Mittel zur Empfängnisverhütung. | |||||||||||||||||||||||
| Plazenta, Mutterkuchen, sich während der Schwangerschaft ausbildendes Organ, das den Stoffaustausch zwischen Mutter und Embryo vermittelt und nach der Geburt abgestossen wird. | |||||||||||||||||||||||
| Portiokappe, Methode der Empfängnisverhütung, bei der eine fingerhutähnliche Kappe eng über den Muttermund (Portio) gestülpt wird, so dass keine Spermien passieren können. | |||||||||||||||||||||||
| Postmenopause, letzte Phase der Wechseljahre. Die Postmenopause beginnt ein Jahr nach der Menopause (letzte Regel) und endet mit dem 65. Lebensjahr. | |||||||||||||||||||||||
| Prämenopause, erste Phase der Wechseljahre, die den Zeitraum von 5-10 Jahren vor der letzten Regelblutung umfasst. | |||||||||||||||||||||||
| Prämenstruelles Syndrom (PMS), Sammelbegriff für vielfältige Beschwerden (z. B. Unterleibsschmerzen, Kopfschmerzen, Ödeme, Stimmungstief, Reizbarkeit), die bei vielen Frauen 6 - 8 Tage vor der Menstruation auftreten können. Das Prämenstruelle Syndrom ist wahrscheinlich hormonell bedingt. | |||||||||||||||||||||||
| Prävention, Maßnahmen, die zur Verhütung und Früherkennung von Krankheiten dienen. | |||||||||||||||||||||||
| Progesteron, weibliches Sexualhormon. Progesteron ist das wirksamste körpereigene Gelbkörperhormon. In der Schwangerschaft wird Progesteron auch in der Plazenta gebildet. Gemeinsam mit Östrogen steuert Progesteron die weiblichen Fortpflanzungsfunktionen und hat eine besondere Bedeutung für den Erhalt der Schwangerschaft. Progesteron und synthetische Hormone, die eine ihm ähnliche Wirkung besitzen, werden als Gestagene bezeichnet. | |||||||||||||||||||||||
| Prophylaxe, Verhütung von Krankheiten, Vorbeugung. | |||||||||||||||||||||||
| Regelblutung, Menstruation, Periode. Die bei der geschlechtsreifen Frau in etwa 28-tägigem Abstand auftretende Blutung aus der Gebärmutter. Bei dieser Blutung wird die Funktionsschicht der Gebärmutterschleimhaut abgestoßen. Die Menstruation zeigt an, dass keine Schwangerschaft eingetreten ist. | |||||||||||||||||||||||
| SERMs (Selektive Estrogen Rezeptor Modulatoren), Klasse synthetischer Substanzen, die selektiv (auswählend und gewebespezifisch) östrogene oder antiöstrogene Wirkung zeigen. Sie besitzen einen positiven Effekt auf den Knochenstoffwechsel und beugen Osteoporose vor (östrogene Wirkung), schützen aber gleichzeitig die Gebärmutterschleimhaut vor übermäßigem Wachstum (antiöstrogene Wirkung). Bisher ist nur eine Substanz für die Praxis zugelassen, die zur Vorbeugung von Osteoporose in den Wechseljahren eingesetzt wird. SERMS sind nicht für die Behandlung von Wechseljahrsbeschwerden geeignet. | |||||||||||||||||||||||
| Sexualhormone, die für die Regulation der Fortpflanzung sowie die Reifung und Ausbildung der männlichen und weiblichen Geschlechtsmerkmale verantwortlichen Hormone. Die Sexualhormone werden vor allem in den Keimdrüsen gebildet (bei der Frau in den Eierstöcken und beim Mann in den Hoden). Östrogene und Gestagene werden als weibliche Sexualhormone, Androgene als männliche Sexualhormone bezeichnet. | |||||||||||||||||||||||
| Sterilisation, Unfruchtbarmachung, das Herbeiführen der Zeugungsunfähigkeit durch einen operativen Eingriff. | |||||||||||||||||||||||
| Substitution, medikamentöser Ersatz eines dem Organismus fehlenden Stoffes (z. B. Hormontherapie. | |||||||||||||||||||||||
| Symptom, Anzeichen oder Erscheinungsbild einer Krankheit. | |||||||||||||||||||||||
| Thrombose, Bildung eines Blutgerinnsels (Thrombus, Blutpfropf) in Blutgefäßen (Arterien oder Venen). Der Thrombus kann den Blutfluss im Gefäß behindern. Teile des Blutgerinnsels können sich lösen und über die Blutbahn weitertransportiert werden. Bleibt der Thrombus in Gefäßengen stecken, kann die Versorgung von lebenswichtigen Organen blockiert werden, so dass es je nach dem Ort der Blockade zu Lungenembolie, Herz- oder Hirninfarkt kommen kann. | |||||||||||||||||||||||
| Tube, siehe Eileiter. | |||||||||||||||||||||||
| Uterus, siehe Gebärmutter. | |||||||||||||||||||||||
| Vagina, Scheide, weibliches Geschlechtsorgan, welches beim Geschlechtsverkehr den Penis aufnimmt. | |||||||||||||||||||||||
| vegetatives Nervensystem, Nervensystem zur Regulation der Vitalfunktionen (z. B. Verdauung, Körpertemperatur, Atmung), das der direkten willkürlichen Kontrolle entzogen wird. | |||||||||||||||||||||||
| Vulva, die äußeren Geschlechtsorgane der Frau. | |||||||||||||||||||||||
| Wechseljahre, siehe Klimakterium. | |||||||||||||||||||||||
| Wechseljahrsbeschwerden, siehe klimakterische Beschwerden. | |||||||||||||||||||||||
| Zwischenblutung, Blutung zwischen zwei Regelblutungen. | |||||||||||||||||||||||
| Zytostatika, Substanzen, die das Wachstum bösartiger Geschwülste hemmen. | |||||||||||||||||||||||
| Zytodiagnostik, die mikroskopische Untersuchung einzelner Körperzellen aus Körperflüssigkeiten oder abgeschilferten Zellen. Auf diese Weise lässt sich die Bös- oder Gutartigkeit des zugrunde liegenden Prozesses feststellen. | |||||||||||||||||||||||